Das Irland grün ist, weiß wahrscheinlich jeder. Doch dass es bis zu 40 verschiedene Grüntöne sind, die ich dort erleben durfte, ist nicht so weit verbreitet - denke ich. Irland ist facettenreich und das nicht nur in der Farbe. Dublin, das Hauptquartier der Unabhängigkeitskämpfer und eine pulsierende sowie bunte Stadt. Die Menschen habe ich als offenherzig und sehr freundlich erlebt. Überhaupt ist eine ausgelassene Stimmung dort, was vielleicht an den vielen Pubs liegt, die man dort besuchen kann. In fast jedem Pub in Temple-Bar gibt es Live-Musik.

Die Singer-Songwriter spielen überwiegend Cover-Songs und werden von den Wirten bezahlt. Es ist also ein Job, der ihnen vielleicht auch Freude macht. Die meisten Menschen widmen sich eher dem Bier als der Musik. Auf dem Weg nach Clonmacnoise fahren wir durch eine leicht hügelige Landschaft. Von weitem erkennen wir einen Rundturm, der zur Klosterruine Clonmacnoise gehört. Hier sind von den Gebäuden und Kirchen nur noch die Steinmauern erhalten. Die Grabplatten und Kreuze sind mehrere 100 Jahre alt. Ein sehr mystischer Ort, finde ich. An die Anlage angelehnt liegt auch der neue Friedhof. Alles direkt an dem Shannon-Fluss.

Unsere Übernachtung ist im County Arms Hotel & Leisure Club, Birr. Sehr schönes Hotel in diesem eher kleinen Dorf. Dort kann man sehr gut in der Bar essen. Das mit dem Essen war für mich eher eine schwierige Angelegenheit, da „gesund ernähren“ gerade erst in Irland im Kommen ist. So viel Fastfood wie in dieser Woche habe ich schon Jahre nicht mehr gegessen und das Frühstück ist eben englisch geprägt. Ich habe vorsichtshalber mein eigenes Care-Paket dabei.

  • Temple Bar in Dublin
  • Graffity Parallelstraße zum Liffey in Dublin
  • Klostersiedlung in Clonmacnoise Irland
  • restaurierte Kirche in Clonmacnoise Irland
  • bewachsene Ruinen in Klostersiedlung Clonmacnoise
  • Nachtaufnahme von County Arms Hotel in Birr Irland
  • wilde Natur in der Region Connemara Irland
  • wunderschöne Fotografie vom Schloß Kylemore Abbey am See
  • schwarzweiß Foto von Harfenbrücke in Dublin
  • Fluss Liffey, der mitten durch Dublin fliesst
  • Phoenix Park, die grüne Lunge von Dublin
  • Dublin College Green Fontain - schöner Brunnen mit vier Engel

Von dort aus fahren wir dann in die malerische Region Connemara, viele Kilometer!! Aber es ist der romantischste und zugleich wildeste Teil Irlands, den ich auf der Reise gesehen habe. Man sagt, es gäbe 40 Grüntöne auf Irland. Ich habe sie nicht gezählt, aber es ist überwältigend, wie schön die Landschaft in grün leuchtet. Dadurch, dass wir im Übergang zum Frühling dort sind, gibt es auch viele gelbe, rote und braune Töne. Die kleinen Ruinen und auch die Schlösser aus vergangenen Tagen sind Erholung für die Augen und lassen uns romantisch träumen. Eines davon ist das Kylemore Abbey (County Galway), ein Märchenschloss in Connemara.

Die Klippen von Moher sind ein wirklich atemberaubendes Erlebnis und ein Ort, wo sich viele Menschen schon das Leben genommen haben. Deshalb hat man einen Weg mit Natursteinplatten für die Besucher abgetrennt, was nicht wirklich hilfreich ist. Denn wir hatten ziemlich feuchtes Wetter und der ganze Weg war voller Matsch. Außerdem sehr ungeeignet in der geraden mal maximal 1 Meter Breite für Gegenverkehr. Die schroffen Felsen sind 214 m hoch und an vielen Stellen von Vögeln besiedelt. Es weht ein kräftiger Wind. Natürlich musste ich mich an den Rand stellen und runter sehen. Wie ihr merkt, ist die Kante nicht abgebrochen. Doch leider habe ich auf dem Rückweg dann doch den Boden vermessen, ausgerutscht auf dem matschigen Weg. Zum Glück war der große Fotoapparat schon im Rucksack verstaut, so dass nur der Kleine auf den Weg geschleudert wurde. Aber auch ihm ist nichts passiert. Die Anteilnahme und Hilfe der Iren ist wunderbar. Leider war die Zeit dort viel zu kurz.

Am Nachmittag ging es weiter zum Bunratty Folk Park mit Castle. Ein Freilichtmuseum der früheren Dorfhäuser incl. authentischer Einrichtung. Ganz süß war die alte Frau in einem Haus, die selbstgemachtes Brot anbot und froh um jedes freundliche Gespräch. Es war eine tolle Begegnung. Die Häuser sind mit Liebe zum Detail aufgebaut und eingerichtet. Man schlendert durch historische Dorfstraßen und erlebt ein Stück Irland früherer Zeiten aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Gebaut wurde dieser Park 1425 und 1954 restauriert.

  • Landschaftsfoto von der magischen Region Connemara
  • Die Landschaft von Connemara bietet zauberhafte Fotos, die man auch als Fototapete nehmen könnte
  • Seefoto im Gebiet von County Kerry
  • großer See im County Kerry
  • See im Gebiet von Galway
  • Seefotografie im County Galway
  • beeindruckende Küste in Shanon County mit Klippen von Moher
  • Cliffs of Moher Shanon County
  • Heuhaufen mit Gebäuden im Bunratty Folkmuseum
  • Häuserzeile im Freilichtmuseum Bunratty in Irland
  • gut erhaltene Burg im Bunratty Folkmuseum Irland
  • beeindruckender Küstenabschnitt von Cliffs of moher

Fünf Finger im Südwesten ragen ins Meer. Dingle ist die nördlichste davon. Ein wirklich buntes Städtchen und einem wahren Filmstar, der Delfin Fungie. Die Kapitäne sagen, wer Fungie bei einem Ausflug mit dem Boot nicht sieht, bekommt sein Geld zurück. Ist bis heute noch nicht geschehen. Wie auf der ganzen Reise, war bei den Highlights auch immer wieder die Sonne da. Wunderschön! Auf dem Weg dorthin kamen wir auch bei Charly Chaplin in Waterville vorbei, wo er einst entspannte.

Danach ging es weiter zu einer Rundfahrt in der Region mit malerischen Buchten, Schafen, Sandstränden und imposanten Klippen. Hinter jeder Bucht war etwas Neues. Auch die Weiterfahrt in die Region Kerry ist landschaftlich ein Traum.

179 km lang ist der Ring of Kerry an der Atlantikküste entlang. Es ist die berühmteste Panoramastraße Irlands. Wir erkunden die Halbinsel Iveragh im Regen. Es gibt für Irland tatsächlich nur falsche Kleidung, denn Wetter ist hier Programm. Die felsige Steinküste löst die grünen und roten Berge ab. Einfach traumhaft und atemberaubend. In Killorglin steht die Ziegenstatue, stolz auf einem großen Findling. Das ist King Puck. Mit einem mehrtägigen Festival wird hier jedes Jahr eine wilde Bergziege zum König gekrönt.

Neuer Ausflugstag ist St. Patricks Day. Leider hatte unser Bus einen Elektronik-Schaden, so dass wir in Sneem die Parade verpasst haben. Dafür lief die große Parade aus Dublin im Fernseher und es schüttete in Fäden auf uns herab. Das war äußerst unangenehm, denn wegen des Windes war auch Schirm und Fotoapparat nicht gut zu bedienen. So blieb nur das Bier vor Vier.

  • Häuserzeile von Dingle mit Harringtons Restaurant
  • Tagesabhängig nur in eine Richtung fahrende Küstenstraße bei Dingle
  • wunderschöne Ringstraße bei Dingle Irland
  • Ring of Kerry
  • wunderschöner Wild Atlanticway - Abschnitt Tralee
  • Häuserverfall in Irland am Wild Atlanticway
  • Bucht Dingle wo der bekannte allein lebende Delfin Fungi wohnt
  • Fotografie am Wild Atlantic way Irland
  • Wunderschöne Fotografie Landschaft im Nationalpark Killarney
  • Wahrzeichen King Puck in der Stadt Killorglin
  • verträumtes Stück vom gleichnamigen Fluss Sneem im Landesinnere von Irland
  • diesige Aufnahme vom Nationalpark Killarney während der Fahrt
  • weitere Aufnahme vom Nationalpark Killarney während der Fahrt
  • Fotografie Fluss im Nationalpark Killarney während der Fahrt
  • Berg und Burg in Cashel Irland

Nun ging es vom Westen über das Landesinnere wieder in den Raum Dublin. Auf dem Weg lag Cashel Castle, sehr imposant. Die Historie geht bis zum Jahr 980 zurück und Cashel soll der Schlafplatz von Feen gewesen sein. So ein bisschen Romantik muss halt sein. Unser Hotel lag in der Nähe von Tralee. Wir sind dann noch mit dem Taxi in den Stadtkern zum Pub „The Blasket Bar“ gefahren. Es ist auch interessant wie entspannt man ein Taxi nach seinen Wünschen bestellen kann und dann dessen Telefonnummer bekommt, damit er uns auch wieder abholt. Super, die Iren! Interessant war dort, dass es Kölsch Lager im Angebot gab. Habe ich nicht so verstanden – Kölsch is doch Kölsch, oder? Ne da nich….Es war ein musikreicher und toller Abend. Ich kam mir vor wie in dem Film „P. S. ich liebe dich“, denn so schön wurde mir auch vorgesungen. Was für ein Abschluss….

Ich hoffe, Euch hat mein kleiner, persönlicher Einblick von Irland gefallen. Viel könnte man noch schreiben. Auch wenn man versucht es klein zu halten, ist es immer schwierig. Danke an Alle, die bis hier hin durchgehalten haben. Es wird auf jeden Fall nicht mein letzter Besuch in Irland sein.