Verlust und Ohnmacht haben viele Nuancen

Von fraustadtbaecker|7. Mai 2018|Mein Universum|1 Kommentare

Verlust und Ohnmacht haben viele Nuancen, wir kennen alle diese Situation. Helfen über die Grenzen, welche auch immer, hinaus. Dann fehlendes Verständnis und nicht gelebte Auseinandersetzung. Was tun, wenn uns die Ohnmacht überfällt? Zum einen gegenüber einem Urteil vom Gericht, in dem das öffentliche Interesse mal wieder siegt sowie die Bereicherung. Verlust von Heimat und Freunden, da in so einer Notsituation natürlich Jeder versucht, es irgendwie zu überstehen.

Alle Menschen sind einzigartig. Sie haben verschiedene Auffassungen, Vorstellungen, Gefühle und Vorgehensweisen. Wir können oftmals nicht verstehen, wenn Andere handeln, wie wir es vielleicht nie tun würden. Doch das Wichtigste dabei ist, es einfach anzunehmen und zu akzeptieren. Tja, nicht immer so einfach, für keinen von uns. Jeder Tag stellt uns vor eine neue Übung. Anzunehmen was ist, ist vielleicht das Schwierigste überhaupt. Es ist eine Übung, die ich jeden Tag aufs Neue versuche. Bei sich zu bleiben ist dann eine noch schwierigere Aufgabe. Das betrifft gesprochene Urteile, überhebliche Anschreiben von Rechtsanwälten sowie der eigene Auszug.

So ist meine derzeitige Aufgabe, meine Heimat zu verlassen und ein Stück Familie. Es übersteigt meine Kräfte und ich habe trotz aller Anstrengung, meinen Freund zu unterstützen, immer das Gefühl, es ist zu wenig gewesen. Letztlich ist aber alles was wir fühlen Spekulation. Unsere Empfindungen sind echt, aber eben nicht immer die Realität. Da hilft nur darüber sprechen. Was aber wenn genau das nicht geht? Dann kommt die Ohnmacht und trotz liebevollen Verständnisses des Anderen gegenüber, kann man es für sich selbst nicht fühlen. Das muss Freundschaft leider in Krisensituationen aushalten können. Ich hoffe es sehr!

Meine Heimat und Köln zu verlassen fällt mir schwer. Andererseits auch nicht, weil ich das große Glück hatte, ein neues friedliches und ruhiges Plätzchen im Grünen zu finden.

Trotzdem fühle ich mich vertrieben. Denn innerhalb von vier Wochen eine Wohnung zu finden ist utopisch. Klar, der Gegenanwalt sagt, wir hatten zwei Jahre Zeit und deshalb ist das alles so richtig und man gibt uns nicht mehr Zeit zum Ausräumen. Es ist auch richtig in seinen Augen, dass sie unseren Garten einfach gerodet haben, obwohl wir die Klage beim Amtsgericht gewonnen hatten. Was soll es! Verloren ist verloren und weiter kämpfen macht keinen Sinn.

Ich klage das Land und die Stadt an, durch überhöhte Förderungen im Wohnungsbau solche Situationen hervorzurufen. Denn letztlich geht es hier um Gewinnoptimierung. Kann ich sogar verstehen, aber in keiner Weise diese Vorgehensweise. Was ist mit unseren sozialen Bedürftigkeit. Ich verliere mein soziales Umfeld, was ich mühevoll in 10 Jahren aufgebaut habe. Jetzt fange ich wieder von vorne an. Zum Glück habe ich nette Nachbarn hier. Aber meine ehemaligen Mitbewohner vielleicht nicht, geschweige denn eine Wohnung. Das interessiert aber in solchen Verfahren Niemanden. Ich werde das nie verstehen. Recht haben und Recht bekommen sind eben Parallelwelten. Ich kann mir das Grinsen der Eigentümer gut vorstellen. Zum Glück weiß ich, dass Jeder irgendwann das bekommt, was er verdient.

Man hat uns bekämpft wie Unkraut, was wild wächst, mit allen Mitteln. Die Strafanzeige verläuft irgendwie auch im Sand, obwohl mein Eigentum im Garten zerstört wurde. Bis heute empfindet die Gegenseite das als ihr Recht.

Es macht mich sehr traurig, dass diese Geschichte so aus ging und nicht in Frieden gelöst werden konnte.

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1 Kommentar

  1. Tut mir aufrichtig leid, aber auch das wirst Du bewältigen, wenn es auch sehr schwer fällt.
    LG aus Pöllau

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