Mein Auto und ich … (Übung aus Raum zum Schreiben)

Von fraustadtbaecker|23. Mai 2017|Mein Universum|0 Kommentare

….sind eine Symbiose aus bösem Gesicht und Forderung. Ha…ihr staunt? Ja Auto und ich bei einer Frau ist ja auch schon etwas merkwürdig. Normalerweise würden doch Männer über ihre Beziehung zu einem Auto schreiben. So bin ich…..eben andersartig! Wie ich damals – 2009 – überlegt habe, mir ein altes neues Auto zuzulegen landete ich in einem Verkaufsladen mit Stern. Das ist dem geschuldet, dass mein liebster Freund und damaliger Begleiter ein absoluter Fan davon war. Was Verarbeitung, Qualität und Zuverlässigkeit betrifft, gäbe es nicht besseres.

Ich glaube der Verkäufer hatte noch nie ein so lustiges Verkaufsgespräch. Ursprünglich wollte ich nur eine Aufstockung meines etwas langsam aus dem Quark kommenden Autos, was aber den Nachteil hatte, dass der angebotene Wagen – außer dem Fahrersitz – nicht alle Sitze entfernen konnte. Der alte konnte das. Das wäre schon nötig für die Apfelernte – ihr wundert euch sicher wieder – bei einer Stadt-Frau? Außerdem ist Transportieren bei meinem großen Garten noch zusätzlich ein Punkt, der erfüllt sein will. Denn für mich ist das Auto ein Gebrauchsgegenstand, meistens dreckig und unaufgeräumt. Für die Wartung habe ich zum Glück diesen treuen Freund. Da musste ich umdenken und sah Black Jack, so hatte ich ihn liebevoll genannt. Wesentlich geräumiger als der alte. Weiterhin fand ich die Musikanlage sehr gut und so saßen wir zum Test in diesem Auto und drehten voll auf. Als mich der Verkäufer fragte, wie schnell ich denn denke dass dieser von 0 auf 100 kommt, sagte ich ganz unverblümt – 6 Sekunden. Immerhin hatte der doch 136 PS…..was weiß ich als Mädchen schon davon. Das sorgt für ordentliche Lacher bei den Männern. (nein ich bin nicht blond)

Der Verkäufer schaute etwas merkwürdig als ich sagte, ich glaube mir gefällt das Gesicht, der guckt so böse, wie ich, wenn es nicht schnell genug weiter geht. Denn die Leute haben immer so viele Dinge zu tun, außer Auto zu fahren – ich berichtete schon mal hier. DAS REGT MICH VOLL AUF! Deshalb muss mein Auto böse schauen, damit die Platz machen :-). Frau Vera Birkenbihl nennt diese Menschen auch die “Reinschneider” (bei 1 St und 7 Min.) und genau wie bei ihr läuft dann bei mir ein Programm ab, das nicht mehr zu stoppen ist. Und NEIN !… ich schaue mir beim Autofahren auch nicht zu.

So sagt mein Freund immer zu anderen Freunden: “Nehmt die Angela mit, dann braucht ihr einfach nicht selber schimpfen, die macht das gut.” Meine Freundin würde jetzt sagen: “Wie peinsam.” Ich glaube das Wort gibt es nur bei ihr oder in Hannover. Et es wie et es. Zwischenzeitlich bin ich ruhiger geworden und versuche es immer damit, dass der Mensch vor mir gar nichts dafür kann. Tja, klappt nicht, ich bin trotz dieser Übung nach zwei Minuten von 0 auf 500. Läuft!

Doch zurück zu meinem Auto. Wenn es – und das hatte es leider schon häufig in großem Ausmaße – wieder irgendwelche Macken zeigt, wo mir der Werkstatt-Verantwortliche schon mit der Bemerkung kommt “das hat diese Baureihe gerne” sage ich zu ihm: “Wenn Du jetzt nicht aufhörst, verkaufe bzw. verschrotte ich dich oder trete dich in den A…..” Hilft! Ich habe mich nach diesen vielen Jahren an Black Jack gewöhnt und er fährt sich auch gut, aber vielleicht bin ich ja doch im Grunde lieber die Fahrrad-Fahrerin.

Zum Glück bin ich relativ gelassen geworden und seit ich mein Sabbat-Jahr habe fahre ich eh meist Fahrrad, Bahn oder Flugzeug (ja ich weiß, die CO2-Sache). Wenn man Zeit hat ist alles gut….oder ich habe es inzwischen ein wenig gelernt!

Diesen Beitrag teilen:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*